Erste RKC Ausbildung in Deutschland – Meine Beweggründe und Eindrücke

Vom 13-15. Sept fand die erste Russian Kettlebell Instruktoren Ausbildung in Deutschland statt. Zu verdanken haben wir das Dragondoor und besonders Robert Rimoczi, der das Ganze hier in Deutschland ins Leben gerufen und organisiert hat!
RKC I Seminar München

Warum hab ich mich dort angemeldet?
Ich hab die Kettlebell vor einigen Jahren für mich als Trainingsgerät entdeckt und sie ist seither nicht mehr aus meinen Workouts wegzudenken. Sie ist allerdings ein Tool mit dem man lernen muss umzugehen. Es gibt so viele verschiedene Kettlebell-Techniken und so wenige Trainer, die einem das vernünftig näher bringen können.
Bevor ich mit dem Training angefangen habe, habe ich aus Neugier und Respekt vor der Kettlebell an einige Workshops teilgenommen, mir viele Bücher und DVDs zu dem Thema angetan (unter anderem Pavel Tsatsoulin, Maik Maler, Steven Maxwell) und mir versucht verschiedene Techniken anzueignen.
Wenn man alleine trainiert kann man nur schwer seine eigenen Fehler ausbügeln, es sei denn man filmt sich dabei und selbst dann ist eine zweites paar Augen mit Ahnung immer Gold wert. Ich hatte das Glück, dass ein Trainerkollege von mir ähnliche Trainingstools wie ich nutzt und wir haben fortan des Öfteren zusammen trainiert.

Irgendwann ist man dann an dem Punkt, wo man auch mal die Cracks sehen, kennen lernen und am liebsten mit denen mal trainieren möchte.
Auf der Fibo dieses Jahr bekam ich diese Chance, RKC war mit einer starken Mannschaft vertreten!
Meiner Meinung nach lernt in keiner Sportart aus! Nie! Falls doch sollte man besser die Sportart wechseln, wird ja langweilig! Mir ist schnell klar geworden dass RKC auf einem stabilen Fundament gebaut ist. Mein Eindruck war: Die können mich challengen und mir etwas beibringen!!
Also hab ich mich zur ersten deutschen RKC Ausbildung angemeldet.
Ich war mir bewusst dass ich diverse Techniken beherrschen und den Snatchtest bestehen muss! 100 Snatches in 5 Min!
Wie soll man das machen!? 3 Tage Ausbildung reichen definitiv nicht aus! Man muss sich schon gut vorbereiten! RKC lässt einen nicht im Stich vor der Ausbildung, man hat die Möglichkeit sich wertvolle Tipps in Vorbereitungsworkshops abzuholen!
Leider hat es mich diesen Sommer gesundheitlich wirklich ordentlich dahin gerafft und ich konnte nur an einem dieser Workshops teilnehmen. Aber schon da hab ich gemerkt: OHHH da muss ich noch ordentlich an einigen Dingen arbeiten und es wurde mir schnell klar, dass zwischen billig Kettlebells und RKC doch ein gewisser Unterrschied liegt! Abgesehen davon, dass die RKC/ DRagondoor Kettlebells wesentlich robuster sind, hatte die 16kg mit der ich auf dem Vorbereitungsworkshop gearbeitet habe mal einen ordentlich dickeren Griff! Und das macht viel aus kann ich nur sagen! Also mir war klar: Weiteres Tarining nur mit den originalen RKC Kettlebells!
Dann kam es erstmal knüppeldicke und ich war ich fast 3 Monate krank und hatte mich schon entschlossen mich abzumelden, da zumindest das Bestehen des Kraftttests in weite Ferne gerückt war. Robert hat mir aber Mut gemacht und mir die Option gelassen meinen Kraftttest bis zu drei Monate nach dem Workshop per Video nachzureichen. Das gilt im Übrigen auch für nicht bestandene Technikprüfungen.
Okay dann hab ich mich nochmal am Riemen gerissen und mich soweit ich konnte mit Training auf das Seminar vorbereitet. (Auch hier kann man sich viele Tipps in diversen Foren holen)! Kurz vor dem Seminar hab ich mich dann auch noch am Handgelenk verletzt. Handgelenksverletzungen können leider Gottes ewig dauern, das hat mich dann trotzdem nicht abhalten können und ich bin am 12. Sept. Richtung München!
Man hatte die Möglichkeit über einen von RKC verhandelten Rabatt in einem guten Hotel in der Nähe der Ausbildungsstätte unterzukommen, diese Möglichkeit habe ich für mich genutzt. Am nächsten Morgen ging es dann los!
Wir waren so um die 25 Teilnehmer, davon sage und schreibe zwei Frauen!!
Die Veranstaltung wurde von Max Shank „Master RKC“ und Robert Rimoczi (Senior RKC) geleitet und von weiteren RKClern unterstützt.

Warum ich die Veranstaltung großartig fand:
1) Es wurden alle Techniken nochmal von der Pike an erklärt, gezeigt und geübt!
2) Es wurde sehr viel auf die Techniken der Teilnehmer geachtet
3) Ein Hauptaugenmerk lag auch auf der Lehre, das heißt wie vermittle ich Teilnehmern die Kettlebell Technik
4) Ein weiterer wichtiger Bestandteil : Cueing, sprich wie fixe ich Fehler bei meinen Schülern
5) Der Punkt Programmgestaltung hat mir besonders gut gefallen und wurde wirklich gut aufgedröselt. Das ergab für mich mehr als Sinn!
6) Das Team war einfach Klasse! Ich hab so tolle Leute kennen lernen dürfen, aus vielen Teilen Europas, dafür bin ich wirklich dankbar. Die Zusammenarbeit in der Gruppe war phänomenal, so stelle ich mir Teamwork vor! Es gab kein Gestänker und jeder hat sein Bestes gegeben! Klasse war das!!!! Ich verfolge mit großem Interesse websiten und bloggs der anderen Teilnehmer!
7) Die „Lehrer“ waren einfach Großartig, viel Wissen, viel Technik und viel Erfahrung von der man profitieren konnte (und immernoch kann)
8) Mobilität ist im Kettlebell nicht wegzudenken auch hier gab es viele Anregungen, die ich weiter verfolge
9) Dieses Zertifikat wird keinem geschenkt! Man muss hart dafür arbeiten und die Qualitätsstandards sind hoch! Mich hat es extrem voran gebracht!
10) … und so vieles mehr!

Was hat mir das Seminar gezeigt:
Man kann im Kettlebell nicht genug an seiner Technik und seinen Lehrmethoden pfeilen! Hohe Gewichte sind toll, wenn man sie richtig bewegen kann, wenn nicht sollte man klein anfangen (wie in fast jeder anderen Disziplin auch)!
RKC ist hardstyle! Nicht nur in seinen Techniken! Zähne zusammen beißen gehört dazu! Man bekommt auch ganz schön „auf den Sack“ wenn man schlecht arbeitet und dann heißt es üben, üben, üben bis es klappt! Weicheier haben hier in der Trainerausbildung nix zu suchen!
Mit Kunden hat das übrigens nichts zu tun! Wir reißen euch nicht den Kopf ab, wir wollen dass ihr lernt mit der Kettlebell umzugehen und dabei Spaß und Trainingserfolge habt!
Ein Kunde oder Schüler ist immer nur so gut wie sein Lehrer!!!! Deswegen ist der Anspruch an uns selbst auch sehr hoch!

Ich habe den Snatchtest auf dem Seminar nicht gemacht! Ich habe ihn ca. 4 Wochen später per Video nachgereicht (das Video könnt ihr euch hier anschauen!) und das war ein echt gutes Gefühl!

Ich will unbedingt weiter und übe fleißig an den Übungen für das RKC II! Dafür erweitere ich mein Training mit vielen Mobilitäts- und P.C.C. Übungen.

Kettlebell ist und bleibt für mich eins der besten Trainingsgeräte der Welt und ich freue mich schon auf weitere Seminare und Kunden denen ich die Techniken rund um die Kettlebell vermitteln darf!
Eure Doro

Ernährungs-Tipp

Baue in den nächsten Wochen zwei Obstzeiten in deinen Tagesplan ein. Obst versorgt dich mit Vitaminen und Kohlenhydraten und ist zehnmal besser als jede Süßigkeit.

Literatur-Tipp