RKC – Stärker – Mobiler – Fitter – GO!

Anbei ein kleiner Erfahrungsbericht, was sich meinem Leben und Training durch den RKC verändert hat & über RKC1 und RKC2  :)

Als ich im April 2013 auf der Fibo auf den RKC traf, hatte ich schon einige Zeit mit Kettlebells verbracht und einige mehr oder weniger gute Kettlebellworkshops besucht. Mein Finger war gerade wieder einigermaßen geheilt. Den hatte ich mir Anfang des Jahres beim Umsetzen mit 2 Kettlebells durch Müdigkeit und mangelnde Technik schön pulverisiert.

Russian Kettlebell Challenge…hört sich ja schon hart an dachte ich aber auch cool! Trotz des kleinen Fingerdebakels mochte ich meine Kettlebells immer noch ziemlich gern und entschloss mich an der ersten RKC1 Ausbildung in Deutschland teilzunehmen.

Fast wäre es schief gegangen. Ich war das Ganze Jahr immer wieder verletzt und krank und meine Form war kurz vor dem RKC 1 im Keller! Unser damaliger Senior (jetzt Master RKC) überredete mich (Gott sei Dank) doch teilzunehmen und sagte mir was ich nicht schaffe an Prüfungen könne ich nachreichen. GUT!

Gesagt getan!

Meine erste Erkenntnis im 1. Vorbereitungsworkshop: Kettlebell ist nicht gleich Kettlebell! Wenn ich vernünftig durch die Prüfung kommen wollte und Kettlebells in mein tägliches Training involviere brauche ich vernünftige Qualität. Meine ersten silbernen Gusseisernen landeten auf der Strafbank und Dragondoors kamen ins Spiel! Und ich will sie nicht mehr missen! Robust, gut verarbeitet, quasi unzerstörbar … meine Babies!

Die RKC 1 Ausbildung war der Knaller! So viele Informationen!

Es ging nicht nur darum Übungen zu lernen und zu zeigen, dass man athletische Aufgaben absolvieren kann. Dem RKC ist es vor allem wichtig dass ein RKC qualifizierter Trainer die Fähigkeit besitzt das Beste aus sich und seinen Kunden zu holen und  im Stande ist hart aber respektvoll ein gesundheitsorientiertes qualitativ hochwertiges Training zu unterrichten.

Was hat sich in dem Jahr nach der RKC Ausbildung für mich verändert?!

Mehr als je zuvor schätze ich qualitativ hochwertige gesundheitsfördernde Übungen für meine Muskeln, Gelenke und Bänder vorzugsweise mit freien Gewichten. In meinem Fall kam bisher kein freies Gewicht an die Kettlebell heran wenn es um physische Veränderung geht.

Ich habe aufgehört mit anderen Leuten in einen permanenten Wettkampf zu treten und mehr Wert darauf gelegt in meiner gesamten Lebensweise das zu tun, was mir gut tut und mich voran bringt und lieber in Wettkampf mit mir selbst zu treten.

Ich habe meine Trainingsmethodik und Ernährung geändert ( mehr auf www.paleo4me.de) und mich stark auf Technik, ausgewogenen Bewegungsmuster und Mobilität konzentriert.

Ich habe mich extrem steigern können sowohl in Kraft als auch in Ausdauer. Das hätte ich vor 2 Jahren nicht für möglich gehalten.

Ich war das ganze Jahr weder groß krank noch verletzt!!!!

Meine Lehrmethodik hat sich geändert und ich bin in der Lage meine Kunden noch schneller, sicherer und effektiver an ihre Ziele zu führen.

Und ich wollte MEHR! VIEL MEHR lernen und hatte die RKC 2 Lizenz ins Auge gefasst.

20 kg Military Press, Klimmzüge Überhandgriff, Pistol sind nur drei der zu absolvierenden Übungen und keine konnte ich 3 Monate vor der Lizenz sauber ausführen. Ich hatte meine Trainingsvorbereitung also auf alle RKC 2 relevanten Übungen gelegt.

Auch wenn man noch so gut vorbereitet ist, man weiß ja dann doch nie ob es ausreicht, wie die Tagesform ist oder wie sehr einen das Wochenende schlaucht unter Umständen.

Insgesamt kann ich sagen es war ein tolles Wochenende, wahrscheinlich eine der Besten Ausbildungen an denen ich je teilgenommen habe.

Wir waren eine kleine Gruppe mit allesamt Top Trainern und Athleten. Master RKC Max Shank hat den Workshop hervorragend geleitet, mit Unterstützung von Robert Rimoczi, Florian Kindl und Moritz Rammensee. Jeder Teilnehmer und Ausbilder hat viel zum Erfolg der anderen Teilnehmer beigetragen und war hochmotiviert. Nicht alle Teilnehmer haben alle Prüfungen sofort bestanden, aber alles gegeben und die Meisten waren am Ende erfolgreich. Keiner hat sich geschont, sondern ist in den Übungseinheiten bis ans Limit gegangen und ganz ehrlich, wann hätten wir das auch besser tun können als an diesem Wochenende?! Hier sind die richtigen Leute vor Ort, die nochmal Tipps zur Übungsausführung sowie Mobilisationstricks geben können und mit denen man über die verschiedensten Themen diskutieren kann. Ich habe an diesem Wochenende mehr als einen persönlichen Rekord aufgestellt – Bottom up press 20 kg, Military Press 22kg, Bench press 24kg und Snatchtest in 3:52Min BAAAM! (und im Gegensatz zum letzten Jahr waren meine Hände so weich und gesund wie ein Babypopo)

Von Anspannungen war nicht viel zu merken, höchstens mal kurz bei den Prüfungen zwischendurch. Die Stimmung war insgesamt eher aufmerksam, entspannt und neugierig. Viele der Teilnehmer kannten sich auch schon aus dem Vorjahr oder über Internetblogs. Was mich einfach immer noch fasziniert ist die Qualität mit der hier jeder Einzelne arbeitet und das Wissen was hier in den 3 Tagen vermittelt und ausgetauscht wurde.  Ich bin jetzt also RKC 2 lizensiert.

Ich denke das ist bei Weitem noch nicht das Ende der Reise, eher ein guter Anfang.

Ich freue mich, dass unser RKC Senior Robert Romczi inzwischen zum Master ernannt wurde und Sebastian Müller jetzt Teamleader ist! Es zeigt, dass wir wachsen und wie ich meine: Qualität sich durchsetzt!

Ernährungs-Tipp

Baue in den nächsten Wochen zwei Obstzeiten in deinen Tagesplan ein. Obst versorgt dich mit Vitaminen und Kohlenhydraten und ist zehnmal besser als jede Süßigkeit.

Literatur-Tipp